Videos mit dem Smartphone: 5 gute Tipps für Non-Profits

Ob für die Website oder für YouTube oder Instagram: Wer gute NPO-Videos mit dem Smartphone drehen will, kann das mit ein paar Regeln selbst.
22. März 2022
Lesedauer: 3 Minuten
Handy im Querformat zeigt eine Frau im Video

Video ist heute das zentrale Element der Onlinekommunikation. Ob für die eigene Website oder für YouTube, Facebook oder Instagram: Wer gute Videos mit dem Smartphone drehen will, kann das mit ein paar Regeln ganz einfach selbst machen.

Videoproduktionen durch externe Dienstleister sind häufig zeitaufwendig und auch kostspielig. Professionelle Videokameras sind für Laien komplex, die Ausrüstung in der Regel teuer. Eine gute Alternative ist es deshalb, wenn Sie selbst Videos mit dem Smartphone drehen. Die Bildqualität ist in vielen Bereichen von der klassischer Kameras nicht zu unterscheiden. Die Bedienung ist durch die tägliche Nutzung vertraut. So lassen sich mit Hilfe des Smartphones Bewegtbild-Inhalte relativ einfach, schnell und kostengünstig in Eigenregie umsetzen. Gerade für Gemeinnützige wie Vereine und Stiftungen ist das interessant, denn es bietet die Möglichkeit, unmittelbar, flexibel (auch mobil von unterwegs) und authentisch über Geschehnisse zu berichten, kleine Geschichten zu erzählen und somit für das eigene Anliegen zu werben.

Übersichtliche Ausstattung

Für die Umsetzung braucht es nicht viel: ein Smartphone, sinnvolles Zusatzequipment wie Stativ und Mikrofon, eine Schnitt-App und etwas Basiswissen zu Bildgestaltung, Licht, Ton und Videoschnitt. Mit genau dieser Grundausstattung hat Foodwatch im Jahr 2017 mit der Videoproduktion in Eigenregie gestartet. Die ersten Videos mit dem Smartphone wurden im eigenen Büro in Berlin gedreht. Hierfür hat Foodwatch das Serienformat „Aufgespießt“ entwickelt. Für die erfolgreiche Bewegtbild-Kommunikation sei es sinnvoll, kontinuierlich Video-Beiträge zu veröffentlichen, sagt Andreas Winkler, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Foodwatch. So kann eine „Community“ im sozialen Netz aufgebaut werden. Manchmal dauert es seine Zeit, bis die eigenen Videos gefunden und geklickt werden.

Einfaches Konzept

Die Produktionen von Foodwatch sind dabei einfach gehalten: Vor der Kamera spricht eine Person über ein aktuelles Thema. Angereichert wird das Erzählte durch sogenannte Themenbilder beziehungsweise Schnittbilder, die das Geschilderte visuell begleiten.

Die Themen sind vielfältig und reichen von „gefährlichen Mineralöl-Brotaufstrichen“ über „süße Krankmacher“ bis hin zum „Etikettenschwindel-Preis“ der NGO, dem „Goldenen Windbeutel“. Wenn man sich an einige Tipps und Tricks hält, schafft man es mit wenig Mitteln, ansehnliche Clips zu erstellen.

Nachbearbeitung mit Schnitt-Apps

Auch die Nachbearbeitung des Videomaterials kann direkt am Smartphone erfolgen. Das geht mit entsprechenden Video-Nachbearbeitungs-Apps auch ohne viel Vorwissen. Hier kann das Material angeordnet, geschnitten, mit Text und auch Musik unterlegt werden. Wichtig ist beim Schnitt auf dem Smartphone, die Projekte nicht zu komplex anzulegen. Der kleine Bildschirm erfordert spitze Finger und etwas Übung. Leichter geht es auf dem Tablet. Die entsprechenden Schnitt-Apps funktionieren auch dort.

Foodwatch veröffentlicht seine Videos unter anderem auf YouTube und Facebook. Vor allem die zum Teil sechsstelligen Klickraten auf Facebook untermauern den Erfolg der Serie. Andreas Winkler gibt allerdings zu bedenken, dass Videos mit dem Smartphone zwar relativ schnell und einfach inhouse umgesetzt werden können, aber trotzdem ein gewisser Zeitaufwand nötig ist.

In kleinen Schritten vorangehen

Das Format „Aufgespießt“ wurde deshalb nicht fortgeführt. Mit dem Smartphone produziert werden Statements auf Pressekonferenzen oder bei Aktionen vor Ort. Zu solchen eher niederschwelligen Formaten rät Andreas Winkler vor allem am Anfang der Arbeit mit Smartphone-Videos: kleine, einfache Beiträge – ohne sich dabei zu überfordern.

5 gute Tipps für Videos mit dem Smartphone 
Tipp 1:
Horizontal oder vertikal? Je nach Kanal (z.B. YouTube oder Stories) für ein Format entscheiden und dabei bleiben.
Tipp 2: Guter Ton! Vor allem im Freien ist die Stimme ohne Mikrofon nicht zu verstehen. Für die Zuschauer ein klarer Abschaltimpuls.
Tipp 3: Ruhiges Bild. Wackelbilder sind Weggucker! Mit Stativ erhalten Sie immer ein besseres Bild.
Tipp 4: Gutes Licht – ist entscheidend bei Foto und Film. Auf gute Lichtverhältnisse achten und Gegenlicht-Situationen meiden.
Tipp 5: Goldener Schnitt. Ein Bild wirkt spannender, wenn Sie das „bildwichtige Element“ nicht zentriert setzen, sondern am linken oder rechten Bildrand.

Die Autoren dieses Beitrags:
Ilona Aziz ist Diplom-Soziologin, Werbekauffrau und selbstständige Beraterin und Produzentin. Thomas Wagensonner ist Amerikanist und selbstständiger Video-Projekt-Manager und Berater. Beide sind unter anderem für Redaktion und Projektentwicklung für „museumsfernsehen“ verantwortlich. Gemeinsam betreiben sie die Beratungs- und Produktions-Agentur „Visuell Kommunizieren“.

Foto: Vane Nunes/AdobeStock

Immer einen Klick wert ...

Danke an unsere Partner, Sponsoren und Inserenten, die helfen, das Nonprofitmagazin frei zugänglich zu halten.
Die folgenden Beiträge sind gesponserte Inhalte, auch Advertorials genannt.

Related Posts

zwei Frauen engagieren sich gegen Rassismus

Kreativwettbewerb 2027 – 2.150 Euro für Motive gegen Rassismus

Weiterlesen
Hand zeigt auf Website und Social Media Icons

Thementag: Social Media & KI – Mehr Wirkung, weniger Aufwand

Das Haus des Stiftens bietet am 6. Oktober 2026 den nächsten digitalen Thementag an. Dieses Mal dreht sich alles um die Zusammenwirkung von Künstlicher Intelligenz und sozialer Medien. Bis 6. September 2026 gilt ein Frühbucherrabatt.

Weiterlesen
KiezLab Berlin

Young Leadership Camp 2026

Am 9. Oktober 2026 ist das Kiezlab Berlin wieder Veranstaltungsort für das Young Leadership Camp. Dann trifft sich wieder die neue Generation Führungskräfte der Zivilgesellschaft.

Weiterlesen
pexels-rdne-7491147

Female Leadership: Stipendien von „Ten More In“

Drei vollständig geförderte Plätze pro Class bietet die Online-Akademie für Leadership- und Führungskräfteentwicklung Ten More In. Bewerben können sich Frauen aus dem NPO-Sektor. Oder einfach eine Kollegin nominieren.

Weiterlesen
251122_DSEE_Foerdermittelwerkstatt_B.Lammel_114-1500x1001.jpg

Fördermittelwerkstatt Ehrenamt

Im Oktober startet die Deutsche Stiftung Engagement und Ehrenamt in die zweite Runde ihrer Fördermittelwerkstätten. Bis November stehen sieben Termine in zwölf Städten auf dem Plan. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen sind bereits möglich.

Weiterlesen
Fundraisingtag Berlin-Brandenburg 2024

Fundraisingtag Berlin-Brandenburg 2026

KI-Sicherheit und Micro Giving – Der Fundraisingtag Berlin-Brandenburg 2026 am 11. September 2026 in Berlin bietet wie immer spannende, hochaktuelle Themen. Einen Frühbucherrabatt gibt es noch bis zum 10. August 2026.

Weiterlesen